Wissenschaftspolitische Motivation
Die Hälfte der Studierenden in der EU sind Frauen - in Österreich sogar etwas mehr als die Hälfte. Mit jeder höheren Stufe der wissenschaftlichen Laufbahn verringert sich die Zahl der Frauen dramatisch. Sie „versickern" gleichsam in den traditionell auf Männer ausgerichteten Wissenschaftsstrukturen - ein Phänomen, das auch als „leaky pipeline" bezeichnet wird. Damit geht beträchtliches wissenschaftliches Potenzial verloren, an dem es derzeit insbesondere in Naturwissenschaft und Technik mangelt. Frauen sind in diesem Sektor nicht nur unterrepräsentiert; auch ihre Karriereverläufe sind flacher und ihre Entlohnung geringer als die von Männern mit gleicher Qualifikation.
Einerseits soll also eine tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht werden. Andererseits sollen Frauen mehr Gestaltungsspielraum für ihre individuellen Lebensentwürfen und bei der Karriereplanung erhalten. Deswegen werden sowohl seitens der EU, als auch national verstärkt Initiativen ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Situation von Frauen in der Wissenschaft zu verbessern, vor allem im Bereich der Natur- und Technikwissenschaften. fFORTE stellt hier eines der umfassendsten Programme auf nationaler Ebene dar.


